Mittwoch, 16. April 2014
Donnerstag, 27. März 2014
Kakerbeck
Die letzten sechs Tage waren hauptsächlich von einem Thema bestimmt: Kakerbeck. Klingt lustig, ist es aber nicht.
Also der Ort ansich ist schön und gut, nur leider beheimatet er eine Schweinemastanlage mit aktuell ca 4000 Schweinen pro "Durchlauf". Das ist ja eigentlich schon schlimm genug.
Dem holländischen Unternehmer ist das aber nicht genug. Deshalb will er vergrößern. Der Betrieb soll künftig auf etwa 18.000 Schweinemastplätze ausgebaut werden.
Davon hörten Beate und ich letzten Donnerstag Abend am Lagerfeuer, durch Marko und Willow, Freunden aus Kalbe, die sich in einer Bürgerinitiative gegen den Ausbau engagieren.
Gleich hatte ich das sichere Gefühl endlich mal direkt was tun zu können.
Die von der Anlage betroffenen Anwohner fürchten in erster Linie Dinge wie Gestank oder Grundwasserverunreinigung durch antibiotikahaltige Gülle. Fährt man durch den Ort, sieht man gleich wer gegen den Ausbau ist: Als Symbol wurde das sogenannte Wendlandkreuz gewählt, quasi ein X in "schweinchenrosa" (in Anlehnung an das X in gelb, Symbol für die Anti-Atomkraft-Bewegung im Wendland).
Mir ging es hier aber um etwas anderes: Die furchtbaren Qualen, die Masttiere in ihrem kurzen Leben (ca. 6 Monate) erleiden müssen.
Mit diesem Hintergrund schien mir die Abwandlung des "Wendlandkreuzes" ins lateinische Kreuz sinnvoll.
Zusammen mit Sophie Wolf (Mitstipendiatin hier in der Künstlerstadt) entstand in einem kurzen Gespräch die simple Idee der Friedhofsinstallation.
In den nächsten Tagen arbeitete ich weiter am Konzept und sammelte Photos und Zitate die - als "Grabinschriften" an den Kreuzen angebracht - die Wirkung unterstützen sollten.
Da wir mit unserem Projekt im Sinne einer großen Interessengruppe arbeiteten, war eine geeignete Örtlichkeit bald gefunden. Die Kreuze konnten wir dank Holz- und Farbspenden in noch größerer Anzahl produzieren als wir geplant hatten. Es lief quasi wie am Schnürchen.
So stand gestern um 11Uhr, nach nur sechs Tagen seit dem allerersten Gespräch über die Mastanstalt, unser "Besinnungsort".
Die Sprüche an den Kreuzen habe ich relativ universell gewählt, mir ging es darum, einen zarten Anstoß zum Nachdenken zu geben. Alle aggressiven Aktionen bewirken in entsprechenden Situationen oft lediglich Abweisung. Nur wenige Photos, die die Zustände in Schweinemastanstalten zeigen, sind hier klare Statements.
Oliver Heymann von der Altmark Zeitung hat uns schon in der Produktionsphase besucht, den Artikel (und auch den von Conny Kaiser für die "Volksstimme") gibt es aber leider nicht online.
Sein Bericht über die fertige Installation gibt es aber hier: "Ein 'Gräberfeld' aus rosa Kreuzen"
Also der Ort ansich ist schön und gut, nur leider beheimatet er eine Schweinemastanlage mit aktuell ca 4000 Schweinen pro "Durchlauf". Das ist ja eigentlich schon schlimm genug.
Dem holländischen Unternehmer ist das aber nicht genug. Deshalb will er vergrößern. Der Betrieb soll künftig auf etwa 18.000 Schweinemastplätze ausgebaut werden.
Davon hörten Beate und ich letzten Donnerstag Abend am Lagerfeuer, durch Marko und Willow, Freunden aus Kalbe, die sich in einer Bürgerinitiative gegen den Ausbau engagieren.
Gleich hatte ich das sichere Gefühl endlich mal direkt was tun zu können.
Die von der Anlage betroffenen Anwohner fürchten in erster Linie Dinge wie Gestank oder Grundwasserverunreinigung durch antibiotikahaltige Gülle. Fährt man durch den Ort, sieht man gleich wer gegen den Ausbau ist: Als Symbol wurde das sogenannte Wendlandkreuz gewählt, quasi ein X in "schweinchenrosa" (in Anlehnung an das X in gelb, Symbol für die Anti-Atomkraft-Bewegung im Wendland).
Mir ging es hier aber um etwas anderes: Die furchtbaren Qualen, die Masttiere in ihrem kurzen Leben (ca. 6 Monate) erleiden müssen.
Mit diesem Hintergrund schien mir die Abwandlung des "Wendlandkreuzes" ins lateinische Kreuz sinnvoll.
Zusammen mit Sophie Wolf (Mitstipendiatin hier in der Künstlerstadt) entstand in einem kurzen Gespräch die simple Idee der Friedhofsinstallation.
In den nächsten Tagen arbeitete ich weiter am Konzept und sammelte Photos und Zitate die - als "Grabinschriften" an den Kreuzen angebracht - die Wirkung unterstützen sollten.
Da wir mit unserem Projekt im Sinne einer großen Interessengruppe arbeiteten, war eine geeignete Örtlichkeit bald gefunden. Die Kreuze konnten wir dank Holz- und Farbspenden in noch größerer Anzahl produzieren als wir geplant hatten. Es lief quasi wie am Schnürchen.
So stand gestern um 11Uhr, nach nur sechs Tagen seit dem allerersten Gespräch über die Mastanstalt, unser "Besinnungsort".
Die Sprüche an den Kreuzen habe ich relativ universell gewählt, mir ging es darum, einen zarten Anstoß zum Nachdenken zu geben. Alle aggressiven Aktionen bewirken in entsprechenden Situationen oft lediglich Abweisung. Nur wenige Photos, die die Zustände in Schweinemastanstalten zeigen, sind hier klare Statements.
Oliver Heymann von der Altmark Zeitung hat uns schon in der Produktionsphase besucht, den Artikel (und auch den von Conny Kaiser für die "Volksstimme") gibt es aber leider nicht online.
Sein Bericht über die fertige Installation gibt es aber hier: "Ein 'Gräberfeld' aus rosa Kreuzen"
Donnerstag, 20. März 2014
Kalbe Frühlingsresidenz
In der Zeitung nennen sie's "Wintercampus". Aber die Sonne scheint hier auf trockenen Boden und mit Winter hatte ich dieses Jahr eigentlich eh noch gar nichts zu tun.
Wir durften diesmal unsere Ateliers in Räumen auf dem Gelände von "Milde Beton" einrichten. Für mich inspirierend ohne Ende; vor allem die vielen Silos in verschiedenen Farben, Formen und Lackabsplitter-/Roststadien hab ich sehr gern.
Heute ist das Wetter so wunderschön, dass ich vielleicht tatsächlich abends meine "pinker Simpsons-Himmel über Industriegelände"-Passion bedient bekommen könnte (die in mir brennt, seit ich vor vielen Jahren meine Photographenausbildungszeit im Industriegebiet Eching/Neufahrn bei München verbracht habe. Da gab es ein paar krass pittoreske, knallebunte Springfieldhimmel-over-germanWellblech-Abende).
Meine liebe Beate ist extra aus Reykjavik eingeflogen um hier mit mir zu arbeiten und wir sind so produktiv, dass es fast unheimlich ist.
Beate bewegt sich aktuell in Performance-Photographie-Zeichnungs-Grenzgebieten;
ich arbeite mit Schmetterlingen im Bauch an der ersten Ausgabe einer neuen Publikationsreihe für das Wasteland. Die Begeisterung für dieses Projekt treibt mich selbst nach langen, alkoholschweren Beate-Lena-Diskussionsnächten (großmächtig sind die übrigens- wir sind irgendwie unfassbar schlau zusammen) absolut verlässlich um sieben aus dem Bett.
Dann fahren wir mit den supercoolen Künstler-Fahrrädern durch die Stadt (meins ist das Supercoolste, siehe unten), sagen all den feinen Miezen die hier so rumhängen 'Guten Morgen' und verschwinden dann wie anständige Bürger für 8 Stunden in der Fabrik.
Es ist wie im Märchen.
Sonne in meinem Zimmer, heute früh.
Unser Bad, es ist pink!
Unsere Küche. Mittlerweile gibt es dort auch Tulpen und so Zeug.
Unser Hinterhof, bzw direkter Milde-Zugang (links).
Unsere Arbeits-Hood.
Unser Atelier.
Die Aussicht ♥
Mein Arbeitsplatz.
(Fun Fact: Noch nie zuvor in meinem Leben hab ich einen Tisch absichtlich schräg irgendwo hingestellt oder auch nur daran geglaubt das jemals in Erwägung zu ziehen. Es ist bizarr.)
Meine Hauptwerkzeuge dieser Tage.
Kunst. Leider zensiert, ist ja noch top-secret...
Hier hat mich Beate im Zwiegespräch mit einer meiner Kontemplationswolken erwischt.
(Nee, Scherz- ist nur der Staubschutz vom Feuerlöscher.)
Hier lief kurz zuvor jemand durch den Flur, das ist naturgemäß von äußerster Hilarität.
Daraufhin war Beate sehr erschöpft.
Das supercoolste Fahrrad und mein neuer Lieblingspulli (Coca-Cola-Hoodie in Off-Red, Yeah!)
Vegane Schokolade und Erdbeeren, was sich sehr gut trifft, denn heute ist ein Erdbeertag.
Tschüs, bis bald!
Mittwoch, 19. März 2014
Freitag, 7. März 2014
Donnerstag, 6. März 2014
Mittwoch, 5. März 2014
Montag, 3. März 2014
Sonntag, 9. Februar 2014
Mittwoch, 5. Februar 2014
Sonntag, 2. Februar 2014
Freitag, 3. Januar 2014
Candyland Book Trailer
Videotrailer für
"Das Buch Wasteland - Band II - Candyland"
VÖ voraussichtlich im späten Frühling 2014
"Das Buch Wasteland - Band II - Candyland"
VÖ voraussichtlich im späten Frühling 2014
Abonnieren
Posts (Atom)


































